Die Bambus-Terrassendielen-Montage

auf einer Aluminium-Unterkonstruktion.

Bambus-Terrassendielen auf Aluminium-Unterkonstruktion verlegen

Eine Aluminium-Unterkonstruktion bietet eine stabile und präzise Grundlage für Bambus-Terrassendielen und ermöglicht gleichzeitig eine besonders komfortable verdeckte Befestigung.

Ein großer Vorteil des Systems liegt in der Montage der Dielen:

Die speziellen Montageclips werden direkt in die Nut des Aluminiumprofils eingesetzt und anschließend zwischen den Bambusdielen verschraubt. Ein Vorbohren der Aluminium-Unterkonstruktion für die reguläre Clipbefestigung ist nicht erforderlich. Damit lässt sich insbesondere auf größeren Terrassen zügig und sehr gleichmäßig arbeiten.

Für unsere klassischen und XL-Bambus-Terrassendielen stehen zwei Aluminium-Unterkonstruktionen zur Verfügung:

  • Aluminium XS – 35 × 23 mm
  • Aluminium XL – 40 × 40 mm

Beide Profile können als Unterkonstruktion eingesetzt werden, unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich Aufbauhöhe und konstruktiver Verwendung.

Punkt Vorgabe / Richtwert
Aluminium-Unterkonstruktion XS 35 × 23 mm
Aluminium-Unterkonstruktion XL 40 × 40 mm
Achsabstand der Unterkonstruktion Max. ca. 40 cm
Auflagerabstand Alu XS Ca. 30 cm
Auflagerabstand Alu XL Max. ca. 50 cm
Abstand zu festen Bauteilen Ca. 2 cm berücksichtigen
Gefälle Ca. 2 % vom Gebäude weg
Alu XS freitragend Nicht zulässig
Alu XS Muss vollständig aufliegen und am Untergrund befestigt werden
Alu XL Rahmen- bzw. Queraussteifung möglich
Querstreben bei entsprechender Konstruktion Max. ca. 150 cm
Dielenbefestigung Verdeckt mit Alu-Montageclips
Schnittkanten Mit Pflegeöl behandeln und anschließend mit Stirnkantenwachs versiegeln

Allgemeine Hinweise

AMBOOO Bambus-Terrassendielen sind speziell für den dauerhaft bewitterten Außenbereich entwickelt und eignen sich ideal für Terrassen, Balkone und Dachterrassen. Das Material lässt sich ähnlich wie Holz bearbeiten. Aufgrund seiner hohen Dichte empfehlen wir jedoch den Einsatz von Werkzeugen für Harthölzer. Bambus ist härter als Eiche und stellt daher höhere Anforderungen an Sägeblätter und Bohrer.

Wichtiger Hinweis:

AMBOOO Terrassendielen und Unterkonstruktionen sind nicht als statisch tragende Bauteile zugelassen. Bei absturzgefährdeten Flächen ist deshalb eine tragende Unterkonstruktion mit geeignetem Durchtrittsschutz erforderlich.

Vorschriften und Planung

Vor Beginn der Arbeiten sind sämtliche örtlichen Bauvorschriften sowie die geltenden technischen Regelwerke zu beachten. Dazu gehören beispielsweise:

  • Fachregeln 02 BDZ
  • Anwendungsempfehlungen für Balkon- und Terrassenbeläge (GD Holz)

Verlegerichtung der Terrassendielen

Die Terrassendielen müssen grundsätzlich parallel zur Hauswand verlegt werden. Eine Verlegung quer zur Hauswand ist nicht zulässig.

Die richtige Unterkonstruktion

Eine fachgerecht ausgeführte Unterkonstruktion bildet die Grundlage jeder langlebigen Bambusterrasse.

Sie erfüllt mehrere wichtige Aufgaben:

  • sorgt für die notwendige Tragfähigkeit
  • gewährleistet eine ausreichende Hinterlüftung
  • schützt die Konstruktion dauerhaft vor Feuchtigkeit
  • erhöht die Lebensdauer der gesamten Terrasse

Werkzeuge zum Bearbeiten der Bambusdielen

Zum Sägen empfehlen wir hartmetallbestückte Kreissägeblätter. Zum Bohren sollten Metallbohrer verwendet werden. Werden Terrassendielen in der Länge oder Breite gekürzt, müssen sämtliche Schnittkanten anschließend

  1. mit Bambus-Pflegeöl behandelt und
  2. anschließend mit dem AMBOOO-Stirnkantenwachs versiegelt werden.

Dadurch wird das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert.

Das Fundament

Vor jeder Terrassenmontage muss zunächst ein tragfähiges Fundament hergestellt werden. Je nach Einbausituation kommen beispielsweise folgende Untergründe infrage:

  • Betonplatten
  • Betonfundamente
  • vorhandene Steinterrassen
  • verdichtete Schotterflächen
  • Splittbett
  • Gelände mit Gefälle
  • Rasenflächen (nach entsprechender Vorbereitung)

Die Wahl des richtigen Fundaments entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer der gesamten Terrasse.

Lose Untergründe wie Sand oder Kies sind nicht ausreichend tragfähig und müssen entsprechend vorbereitet werden.Wir empfehlen, den Bereich zunächst auszukoffern, anschließend mit Schotter oder Splitt aufzufüllen und sorgfältig zu verdichten. Betonplatten ab einer Größe von 30 × 30 cm eignen sich hervorragend als Auflager für die Unterkonstruktion.

Staunässe vermeiden

Damit die Unterkonstruktion dauerhaft trocken bleibt, muss der Untergrund wasserdurchlässig aufgebaut werden. Ideal ist beispielsweise eine Tragschicht aus Kies oder Schotter mit ausreichendem Gefälle. Niederschlagswasser muss jederzeit schnell abfließen oder vollständig versickern können. Nur so werden Feuchtigkeitsschäden an Unterkonstruktion und Terrassenbelag dauerhaft vermieden.

Wurzelvlies verlegen

Zum Abschluss empfehlen wir das Verlegen eines hochwertigen Wurzelvlieses. Es verhindert zuverlässig den Bewuchs durch Unkraut und reduziert den Pflegeaufwand dauerhaft.

Optionale Montagemöglichkeiten

  • Verlegte Aluminium-Unterkonstruktion auf einer Betonfläche mit Gummi-Pads als Vorbereitung für den Bau einer Terrasse. Die Schienen sind parallel ausgerichtet und bilden die Basis für die Terrassendielen.
  • Terrassen-Unterkonstruktion aus Aluminium auf Stelzlagern vor einer roten Klinkerwand. Die Profile sind auf Betonplatten ausgerichtet und für die Verlegung von Terrassendielen vorbereitet.
  • Terrassen-Unterkonstruktion aus Aluminium auf Stelzlagern vor einer roten Klinkerwand. Die Profile sind auf Betonplatten ausgerichtet und für die Verlegung von Terrassendielen vorbereitet.

Es werden zwei Aluminium-Unterkonstruktionsvarianten angeboten. Die Standard Variante 40x40x2200 mm und die Variante mit dem Maß 35x23x2200 mm. Dieses Terrassen Unterkonstruktionssystem wurde speziell für eine universelle, einfache und sehr schnelle Montage von Terrassen entwickelt.

Die Montage der Unterkonsturktion.

Gummipads unter der Aluminium-Unterkonstruktion auslegen

Zwischen Untergrund und Aluminiumprofil werden geeignete Gummipads eingesetzt.

Die Pads erfüllen mehrere Aufgaben:

  • sie schaffen Abstand zum Untergrund,
  • unterstützen die Hinterlüftung,
  • reduzieren direkten Kontakt zwischen Aluminium und Untergrund,
  • ermöglichen kleinere Höhenausgleiche,
  • wirken zusätzlich trittschalldämmend.

Der Abstand in dem die Pads verlegt werden sollte, beträgt 30 cm bei der 35x23 mm Variante und 50 cm bei der 40x40 mm Variante. Der Achsabstand der Profile selbst sollte max. 40cm betragen. 

Die kleinen Aluminium-Unterkonstruktion 35x23 mm muss mit einem Dübel oder einer Schraube mit dem Boden befestigt werden und mit einem Stahlbohrer im geeigneten Durchmesser durchbohrt werden.  Durch das Verankern im Boden sind keine Queraussteifungen notwendig. Das Bohren in z.B. einen Betonboden, Fliesenboden oder andere Materialien erfolgt immer auf eigene Gefahr. Alternativ kann hier auch mit einem Winkel, der an die Unterkonstruktion und dem Untergrund montiert wird, gearbeitet werden.

⚠️ Hinweis: Die kleinen Aluminium-Unterkonstruktion 35x23mm, muss aufliegen und darf nicht aufgeständert werden, es dürfen keine Abstände freitragend überbrückt werden. Die schmale Seite des Alu-Profils zeugt nach unten.

Bei der Aluminium-Unterkonstruktion mit den Maßen 40x40mm kann auf die Verbindung mit dem Untergrund verzichtet werden, wenn alternativ eine entsprechende Queraussteifung erfolgt oder eine Rahmenkonstruktion erstellt wird. Bei der 40x40mm Aluminium-Unterkonstruktion, dürfen die Abstände der Auflagepunkte nicht größer als 50 cm sein, bei größeren Belastungen muss der Abstand reduziert werden.

Die Montage der Bambus Terrassendiele auf der Alu-UK.

Erste Dielenreihe exakt ausrichten

Sobald die Aluminium-Unterkonstruktion vollständig montiert und kontrolliert ist, beginnt die Verlegung der Bambusdielen.

Die erste Dielenreihe ist dabei besonders wichtig. Ist sie schief, setzt sich dieser Fehler über die gesamte Terrasse fort.

Deshalb vor der Befestigung kontrollieren:

  • Abstand zur Hauswand,
  • Flucht der Diele,
  • Rechtwinkligkeit,
  • Position der Unterkonstruktion,
  • geplante Abschlusskante.

Besonders die ersten beiden Dielen sollten sehr sorgfältig ausgerichtet werden. Darauf weist auch die aktuelle Montageanleitung ausdrücklich hin.

Für die Montage der ersten und letzten Dielenreihe kommen die Anfangs/Endlicps zum Einsatz. Der wird mithilfe eines Schraubendrehers in das Profil eingeschoben, im Anschluss wird die erste Diele vorsichtig in den Clip geschoben. Die Spannung des Clips reicht aus, um die Diele zu halten. Beim Verlegen der Unterkonstruktion muss mindestens 2 cm Abstand zu jedem feststehend Gegenstand mit eingeplant werden. 

Im Anschluss daran kann der erste Montage-Clip in das Profil eingesetzt werden. Dazu wird der Nutenstein des Montage-Clips in die Nut des Alu-Profils eingeführt.  Danach wird der Montage-Clip bündig an die Terrassendiele geschoben. Sobald der Montage-Clip zwischen zwei Terrassendielen in das Alu-Profil gesetzt wurde, kann der Montage-Clip mit einem Langbit verschraubt werden. Dies wird bis zum letzten Brett fortgeführt. Es muss darauf geachtet werden, dass die ersten beiden Dielen exakt ausgerichtet sind. Eine schlecht ausgerichtete Diele lässt sich später nicht korrigieren.

  • Unterkonstruktion aus Aluminium für Terrassendielen.
  • Verdeckte Montageclips zur Befestigung von Bambus-Terrassendielen auf einer Aluminium-Unterkonstruktion.
  • Verdeckte Clip-Befestigung von Bambus-Terrassendielen auf Aluminium-Unterkonstruktion im Querschnitt dargestellt. Anwendungsbeispiel.
Die Montage auf Stelzlager.

Bei größeren Aufbauhöhen können geeignete höhenverstellbare Stelzlager eingesetzt werden.

Diese Variante ist besonders interessant bei:

  • Dachterrassen,
  • Balkonen,
  • größeren Höhenunterschieden,
  • unebenen Untergründen,
  • erhöhten Terrassen.

Die 40 × 40 mm Aluminiumprofile werden auf den Stelzlagern positioniert und entsprechend der geplanten Konstruktion stabilisiert.

Für den beschriebenen Aufbau gelten aktuell:

max. ca. 40 cm Achsabstand zwischen den Aluminiumprofilen

und

max. ca. 50 cm Abstand zwischen den Stelzlagern.

Je nach Belastung können geringere Abstände erforderlich sein.

Vorteil von Stelzlagern

Mit höhenverstellbaren Stelzlagern lassen sich:

  • Höhenunterschiede ausgleichen,
  • das erforderliche Gefälle einstellen,
  • größere Aufbauhöhen realisieren,
  • Leitungen oder andere technische Elemente unter der Terrasse führen.

Die Konstruktion sollte dabei jedoch immer als vollständiges System betrachtet werden.

Die Montage ohne Stelzlager.

Auch ein Aufbau ohne Stelzlager ist möglich.

Bei einer entsprechenden 40 × 40 mm Konstruktion können beispielsweise geeignete Gehwegplatten als Auflagepunkte eingesetzt werden.

Die aktuelle Montageanleitung nennt hierfür Abstände von ungefähr:

50 cm.

Bei dieser Bauweise wird eine Rahmenkonstruktion empfohlen, um die notwendige Stabilität zu erreichen. Zusätzlich empfiehlt die Montageanleitung eine Fixierung der Unterkonstruktion an mindestens zwei Punkten, beispielsweise über geeignete Winkel.

Ausdehnung der Aluminiumprofile berücksichtigen

Aluminium reagiert auf Temperaturschwankungen. Die Profile dehnen sich bei steigenden Temperaturen aus und ziehen sich bei sinkenden Temperaturen wieder zusammen. Die aktuelle Montageinformation nennt eine Längenänderung von ungefähr:

0,23 mm pro Meter bei 10 °C Temperaturdifferenz.

Bei einer mehrere Meter langen Unterkonstruktion kann sich diese Bewegung entsprechend summieren.

Deshalb dürfen Aluminiumprofile nicht starr zwischen zwei Wänden eingespannt werden. Zu Wänden und anderen festen Gegenständen muss ausreichender Bewegungsraum eingeplant werden.

Die Montageunterlagen nennen hierfür bei den Aluminiumprofilen mindestens etwa 10–15 mm, abhängig von Terrassengröße und Profillänge; für den kompletten Terrassenaufbau wird außerdem ein Abstand von etwa 2 cm zu feststehenden Bauteilen berücksichtigt.

Warum die Montage auf Aluminium so komfortabel ist

Der große Vorteil des Systems liegt in der Verbindung zwischen Clip und Aluminiumprofil. Bei der regulären Dielenbefestigung muss nicht jedes einzelne Befestigungsloch in der Unterkonstruktion vorgebohrt werden.

Der Nutenstein wird direkt in das Profil eingesetzt und anschließend verschraubt. Gerade bei einer großen Terrasse mit hunderten Befestigungspunkten kann das den Montageaufwand erheblich reduzieren.

Außerdem können die Clips sauber entlang der Nut der Aluminium-Unterkonstruktion positioniert werden. Dadurch entsteht ein sehr gleichmäßiger Aufbau.

Verdeckte Befestigung ohne sichtbare Schraubenköpfe.

Die Befestigung erfolgt vollständig zwischen den Dielen. Auf der fertigen Oberfläche befinden sich deshalb keine regelmäßig sichtbaren Schraubenköpfe.

Die Multiecke.

Bei einer Rahmenkonstruktion oder wenn Querverstrebungen montiert werden, können unsere Multiecken verwendet werden. Die Multiecken passen nur bei der 40x40 mm Aluminium-Unterkonstruktion.

Ein Anwendungsbeispiel der Multiecke für das Erstellen von Querstreben.
Montagebeispiel der Multiecke für die Aluminium-Unterkonstruktion.

Die Montage der Closed-Decking Dielen "Colon" und "Cristobal".

Das clevere Befestigungssystem ermöglicht eine schnelle und einfache Montage – ganz ohne Bohren oder Schrauben. Dadurch reduziert sich nicht nur die Montagezeit, sondern auch das Risiko von Materialbeschädigungen oder Montagefehlern.

Die Entwässerung - Das Gefälle.

Erforderlich ist ein Gefälle von ca. 2 %. , damit das Wasser sicher vom Haus weg abläuft.  Wäre die Terrasse waagerecht oder hätte gar ein Gefälle zum Haus hin, könnte bei starkem Regen das Wasser an die Hauswand, die Terrassentür oder in den Keller laufen und dort teure Feuchtigkeitsschäden verursachen.

Warum ein korrektes Gefälle unverzichtbar ist:

1.  Vermeidung von Staunässe

Wenn eine Terrasse ohne ausreichendes Gefälle montiert wird, bleibt Regen- oder Schmelzwasser in Form von Pfützen auf den Dielen länger stehen. Dauerhaft feuchtes Holz oder Bambus ist der ideale Nährboden für holzzersetzende Pilze, Moose, Schimmel und Fäulnis.

2. Erhöhung der Lebensdauer des Terrassendecks

Naturmaterialien vertragen dauerhafte Feuchtigkeit schlecht. Sie können aufquellen, sich verziehen oder schneller verrotten. Durch ein Gefälle fließt das Wasser schneller ab, und die Terrasse kann nach einem Regenschauer schneller wieder abtrocknen, das erhöht die Haltbarkeit des Terrassendecks, inkl. der Unterkonstruktion. Im Winter kann stehendes Wasser gefrieren und das Material schädigen.

3. Optik und Sauberkeit

Wasser, das in Pfützen stehen bleibt und verdunstet, hinterlässt unschöne Schmutz-, Staub- und Kalkränder. Ein Gefälle sorgt dafür, dass Regenwasser den Schmutz wie bei einer leichten Selbstreinigung direkt von der Terrasse spült.

Fazit: Ein fehlendes Gefälle ist einer der häufigsten Montagefehler bei Terrassen. Wer hier eins der "Grundgesetze" für eine fachgerechte Montage beim Terrassenbau ignoriert, läuft in die Gefahr die Terrasse schon nach wenigen Jahren aufwendig sanieren oder komplett erneuern zu müssen.

Tipp: Für die Entwässerung können Sie unsere Drainagedielen verwendet werden. Andere Lösungen müssen bauseits erfolgen. An Türen oder bodentiefen Fenstern muss mit einer Drainage entwässert werden.

4.Jede Schnittkante versiegeln

Dieser Arbeitsschritt ist besonders wichtig.

Sobald eine Bambusdiele:

  • gekürzt,
  • längs aufgetrennt,
  • ausgeschnitten
  • oder anderweitig bearbeitet

wird, entsteht eine neue offene Schnittfläche.

Diese Fläche muss anschließend geschützt werden.

Die aktuelle Montagevorgabe sieht zwei Arbeitsschritte vor:

1. Schnittfläche mit Bambus-Pflegeöl behandeln

und danach

2. mit AMBOOO Stirnkantenwachs versiegeln.

Dieser Arbeitsschritt sollte unmittelbar bei der Montage durchgeführt und nicht auf später verschoben werden.

Die Hinterlüftung und Abstände.

Der zwingend erforderliche Abstand zwischen den Terrassendielen und allen feststehenden Bauteilen (Rasen, Steinen, Hauswänden, Gartenmauern, Säulen, Treppenstufen oder an das Erdreich) ist unbedingt einzuhalten. Das ist eine weitere absolut wichtige Vorgabe für eine Sach- und Fachgerechte Montage.

Warum ein ausreichender Abstand (ca.2 cm) unverzichtbar ist:

  • Das Quellen und Schwinden – das „Arbeiten“

Der erforderliche Abstand dient den konstruktiven Holzschutz und ermöglicht es dem Naturprodukt Bambus aus Feuchtigkeit und Temperaturen zu reagieren. Bambus ist ein hygroskopisches Material. Bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit nehmen die Bambusfasern Feuchtigkeit auf und die Bambusdiele dehnt sich aus, das s.g. Quellen, und bei Sonne und Trockenheit, gibt das Material Feuchtigkeit ab, und die Diele zieht es sich wieder zusammen das s.g. Schwinden.

Wenn die Dielen jetzt so montiert werden das diese keinen Platz zum Ausdehnen haben, entstehen Kräfte die sich dann in der Fläche abbauen. Die sichtbaren Folgen:

Dielen wölben sich.

Dielen splittern verstärkt.

Dielen verklemmen sich bei der Ausdehnung.

Befestigungen können gelockert werden oder abreißen.

  • Die Hinterlüftung und Trocknung

Für eine lange Haltbarkeit müssen die Dielen schnell trockenen können. Neben dem Gefälle ist eine ausreichende Hinterlüftung zwingend erforderlich. Ein Abstand sorgt dafür das eine gute Luftzirkulation das gesamte Deck von unten umströmt. Dadurch trocknen die Dielen besser ab und bleiben länger haltbar. Wenn die Bambusdielen nun z.B. direkt an einer Wand anliegen, staut sich dort die feuchte Luft.

An dieser Kontaktstelle bleibt der Bambus dauerhaft feucht, was zu Schimmel, Pilzbefall und Fäulnis führen kann. Außerdem kann die Feuchtigkeit, durch den sogenannten Kapillareffekt vom nassen Bambusholz in die Wand ziehen und umgekehrt. Das kann zu unschönen Wasserflecken, abplatzendem Putz, beschädigter Isolierung oder sogar zu Schimmel im Mauerwerk führen.

  • Wasserablauf verbessern – Vermeidung von Schmutzansammlungen

Auf einer Terrasse sammeln sich immer Verunreinigugnen wie Staub, Polllen oder Laub. Wenn es keinen oder nur einen winzigen Spalt z.B zu einer Hauswand gibt, setzt sich dieser Schmutz genau dort in der Ritze fest. Zusammen mit Regenwasser entsteht so ein Bereich der niemals richtig austrocknet. Ein ausreichend großer Abstand hilft, Staunässe und Schmutzansammlungen zu vermeiden.

 Auch entkoppelt der Abstand die Terrasse akustisch vom Haus (Schallbrücken).

Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass eine Terrasse von den Seiten aus hinterlüftet werden kann. Die Hinterlüftung kann durch Aufständern in Kombination mit Lufteinlässen wie Drainagen, Gittern oder anderen konstruktiven Lösungen gewährleistet werden. Bei Dachterrassen ist ein Mindestabstand von 2 cm zur Attika zwingend einzuhalten. Die 2 cm gelten auch für den Abstand zum Rasen, Rasenkantensteinen, Gebäudewänden und alle anderen fest montierten Bauteile / Bauwerke.

Sollte die Attika mehr als 10cm über die Terrasse hinausragen, ist eine zusätzliche Belüftung durch Drainagen o.ä. zu gewährleisten. Ein komplettes Verschließen der Unterkonstruktion ist nicht zulässig. Staunässe und eine fehlende Hinterlüftung können zu irreparablen Schäden an den Bambusdielen führen.

Fazit: Der Abstand zu feststehenden Bauteilen und das sicherstellen das der Aufbau des Terrassendecks, von den Seiten auf belüftet wird, verhindert Spannungen, Feuchteschäden und Verformungen und sorgt dafür, dass die Terrasse dauerhaft funktionsfähig bleibt. Irreparabel Schäden an den Dielen sind anderenfalls nahezu unvermeidbar.

Bei dem nachfolgenden Beispiel wurde das Thema Hinterlüftung zu 100% ignoriert. Der Aufbau der Terrasse ist von allen vier Seiten hermetisch abgeriegelt. Zusätzlich sind die seitliche Fugen auch noch mit einem Fugenband verschlossen. Die Folge, die Dielen sind von unten dauerhaft Feucht, verformen sich und werden irreparabel beschädigt.

Großzügige Terrasse in Holzoptik mit sauberem Abschluss zu Kies- und Natursteinflächen. Im Vordergrund befindet sich ein dekoratives Kiesbeet mit einer Drachenfigur aus Terrakotta
Nahaufnahme von Bambus-Terrassendielen mit sichtbarer Beschädigung an einer Diele. Die Oberfläche weist Absplitterungen und Verformungen aufgrund einer dauerhaften Durchfeuchtung auf.

So Bitte nicht !

Bei allen nachfolgenden Beispielen ist der vorgeschrieben Abstand (ca.2 cm) zu feststehenden Bauteilen - angrenzen Belägen nicht eingehalten und oder wurde hier der Terrassenaufbau von allen Seiten komplett so verschlossen so das keine Luftzirkulation unter dem Terrassendeck erfolgen kann. Auch wurden keine Draingitter verbaut - ein Gefälle ist nicht erkennbar. Staunässe und Schäden an die Dielen sind so nahezu unvermeidbar.

Zeigt eine mehr stufige Terrassenanlage die nicht sachgerecht installiert wurde.
Keine Hinterlüftung - Keine Dehnungsfuge - Schnittkanten nicht behandelt
Pool mit warmer Holzterrasse, dunklen Steinplatten und zwei weißen Sonnenliegen vor einem grünen Wald.
Keine Hinterlüftung -Kein Gefälle - Keine Dehnungsfuge
Pool mit warmer Holzterrasse, dunklen Steinplatten und zwei weißen Sonnenliegen vor einem grünen Wald.
Keine Hinterlüftung möglich - kein Gefälle

Die Montage auf Balkone - Dachterrassen.

Die aMbooo Terrassendiele können auch auf Balkone oder Dachterrassen montiert werde. Bei der Konstruktion müssen Windsoglasten berücksichtigt werden. Orientierungshilfe befinden sich im Eurocode 1: Einwirkung auf Tragwerke nach DIN EN 1991-1-4 oder im BSF-Merkblatt Nr.18 "Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereicht". Grundsätzlich müssen Dachterrassen und Balkone durch einen Tragwerksplaner oder einen Statiker berechnet werden. Jeder Montage hat unterschiedliche Leistungsanforderungen, für die das auszuführende Unternehmen verantwortlich ist. je nach Vorgabe muss mit Auflasten oder Verbindungen zum Boden gearbeitet werden. Die technische Lösung erfolgt durch den Verarbeiter.

Die Erstpflege nach der Montage.

AMBOOO-Terrassen sind werkseitig vorgeölt. Nach der Installation muss die Oberfläche - zwecks optimalem Witterungsschutz - eine erste Pflege mit dem passenden Bambus-Pflegeöl durchgeführt werden. Bei Nichtbeachtung ist die Oberfläche nicht ausreichend gegen Einflüsse der Witterung geschützt und eventuell naturbedingt auftretende Materialveränderungen können stärker auftreten. Bitte beachten Sie die für das AMBOOO Bambus-Pflegeöl empfohlene Auftragsmenge und rühren Sie das Gebinde vor Gebrauch gut um. Die Hinweise auf dem Gebinde und im Produktdatenblatt sind zu beachten. Eine zu hohe Auftragsmenge wirkt stark schichtbildend und kann zu Problemen mit der Trocknung vom Pflegeöl führen. Am besten probieren Sie das Aufbringen an einem Teststück oder einer späteren Unterseite aus. Aufgetragenes überschüssiges Öl muss vor der Trocknung abgetragen werden.

Fazit: Aluminium macht die Dielenmontage besonders komfortabel

Eine Aluminium-Unterkonstruktion bietet für Bambus-Terrassendielen eine präzise und vielseitige Grundlage.

Besonders komfortabel ist die verdeckte Clipmontage:

Die Befestigungsclips werden direkt in die Nut der Aluminiumprofile eingesetzt. Dadurch entfällt das Vorbohren der Unterkonstruktion an jedem einzelnen Dielenclip.

Entscheidend ist allerdings, zwischen den beiden Aluminiumprofilen zu unterscheiden.

35 × 23 mm Aluminium XS eignet sich vor allem für geringe Aufbauhöhen auf einem vollständig tragfähigen und befestigbaren Untergrund.

40 × 40 mm Aluminium XL bietet mehr konstruktive Möglichkeiten und kann beispielsweise für entsprechend ausgesteifte Rahmen- oder Stelzlagerkonstruktionen eingesetzt werden.

Für beide Varianten gilt:

Eine dauerhaft funktionierende Bambusterrasse entsteht erst durch das Zusammenspiel aus tragfähigem Untergrund, korrekten Abständen, Gefälle, Entwässerung, Hinterlüftung und fachgerechter Dielenbefestigung.

Die Checkliste nach der Montage als PDF-Download

Checkliste nach der Montage

Mit dieser Checkliste kannst du die fertige Bambusterrasse nach Abschluss der Verlegung noch einmal systematisch kontrollieren.

1. Endkontrolle der Fläche

  • Ist die gesamte Terrassenfläche sauber, eben und ohne auffällige Höhenversätze?
  • Ist die erste und letzte Dielenreihe sauber ausgerichtet und sicher befestigt?
  • Sind alle Dielen gleichmäßig verlegt und ist das Fugenbild stimmig?
  • Wurden Montageabfälle, Metallspäne, Bohrreste und Verpackungsmaterial vollständig entfernt?
  • Gibt es keine scharfkantigen Stellen, überstehenden Schrauben oder hervorstehenden Befestigungsteile?

2. Fugen, Abstände und Bewegungsraum

  • Sind die vorgesehenen Fugen zwischen den Dielen frei und gleichmäßig?
  • Sind zu Hauswänden, Mauern, Attiken, Stufen und anderen festen Bauteilen ca. 2 cm Abstand vorhanden?
  • Sind die Dielen an keiner Stelle zwischen festen Bauteilen eingeklemmt?
  • Ist der zulässige Dielenüberstand an den Randbereichen eingehalten?
  • Bei Closed Deck: Ist die schmale Fuge frei und der Wasserablauf weiterhin gewährleistet?

3. Wasserablauf und Hinterlüftung

  • Ist das geplante Gefälle von ca. 2 % tatsächlich vorhanden und vom Gebäude weg ausgerichtet?
  • Kann Regen- und Reinigungswasser vollständig ablaufen?
  • Gibt es keine Bereiche, in denen sich dauerhaft Wasser sammelt?
  • Sind Drainagen, Entwässerungsrinnen und Abläufe frei zugänglich und sauber?
  • Ist die seitliche Hinterlüftung der Unterkonstruktion gewährleistet?
  • Sind Randverkleidungen so ausgeführt, dass die Luftzirkulation nicht vollständig blockiert wird?

4. Unterkonstruktion und Befestigung

  • Sind alle Clips, Schrauben und Befestigungspunkte vollständig montiert?
  • Sitzen die Dielen fest, ohne unnötig starr eingespannt zu sein?
  • Sind keine lockeren oder klappernden Dielen vorhanden?
  • Ist die Unterkonstruktion stabil und frei von sichtbaren Setzungen oder Verformungen?
  • Bei Balkon oder Dachterrasse: Sind Revisionsöffnungen, Abläufe und technische Bereiche weiterhin zugänglich?

5. Zuschnitte und Schnittkanten

  • Wurden alle zugeschnittenen Dielen auf saubere Schnittflächen kontrolliert?
  • Wurden die Schnittkanten unmittelbar gemäß Systemvorgabe behandelt?
  • Sind Ausklinkungen an Pfosten, Mauern oder anderen Bauteilen sauber ausgeführt?
  • Ist auch an Zuschnitten genügend Bewegungsabstand zu festen Bauteilen vorhanden?

6. Oberfläche und Erstpflege

  • Ist die Oberfläche vor der Erstpflege vollständig sauber und trocken?
  • Wurden Verschmutzungen, Staub und Montagereste vor dem Ölen entfernt?
  • Wurde die vorgesehene Erstpflege mit geeignetem Bambus-Pflegeöl durchgeführt?
  • Wurde das Pflegeöl dünn und gleichmäßig aufgetragen?
  • Wurden überschüssige Ölreste rechtzeitig entfernt?
  • Wurde die erforderliche Trocknungszeit eingehalten, bevor die Terrasse normal genutzt wird?

7. Abschließende Kontrolle und zukünftige Pflege

  • Wurde die fertige Terrasse nach der Erstpflege noch einmal vollständig kontrolliert?
  • Wurden Fotos der fertigen Konstruktion und wichtiger Detailpunkte dokumentiert?
  • Sind Montageanleitung, Pflegehinweise und Produktinformationen für später aufbewahrt?
  • Ist der erste reguläre Pflege- und Reinigungstermin vorgemerkt?
  • Ist bekannt, dass Laub, Grünbelag und dauerhaft feuchte Ablagerungen regelmäßig entfernt werden sollten?
Die vier wichtigsten Abschlussregeln:

1. Wasser weg
Gefälle und Entwässerung kontrollieren.

2. Luft darunter
Hinterlüftung dauerhaft freihalten.

3. Schnittkanten schützen
Alle Zuschnitte unmittelbar systemgerecht behandeln.

4. Erstpflege durchführen
Nur auf sauberer und vollständig trockener Oberfläche pflegen.