Bambus-Terrassendielen auf Bambus-Unterkonstruktion verlegen.
Eine Unterkonstruktion aus Bambus ist eine naheliegende Lösung, wenn sowohl der sichtbare Terrassenbelag als auch die darunterliegende Konstruktion aus einem hochwertigen Bambuswerkstoff bestehen sollen.
Damit die Terrasse dauerhaft funktioniert, kommt es allerdings nicht nur darauf an, die Dielen richtig zu befestigen.
Mindestens genauso wichtig sind:
- ein tragfähiger Untergrund,
- ein ausreichendes Gefälle,
- die richtigen Abstände der Unterkonstruktion,
- eine gute Hinterlüftung,
- ausreichender Abstand zu festen Bauteilen,
- korrekt montierte Befestigungsclips
- und die Behandlung sämtlicher Schnittkanten.
In dieser Anleitung zeigen wir Schritt für Schritt, wie unsere AMBOOO Bambus-Terrassendielen auf der 40 × 40 mm Bambus-Unterkonstruktion montiert werden.
Allgemeine Hinweise
AMBOOO Bambus-Terrassendielen sind speziell für den dauerhaft bewitterten Außenbereich entwickelt und eignen sich ideal für Terrassen, Balkone und Dachterrassen. Das Material lässt sich ähnlich wie Holz bearbeiten. Aufgrund seiner hohen Dichte empfehlen wir jedoch den Einsatz von Werkzeugen für Harthölzer. Bambus ist härter als Eiche und stellt daher höhere Anforderungen an Sägeblätter und Bohrer.
Wichtiger Hinweis:
AMBOOO-Terrassendielen und Unterkonstruktionen sind nicht als statisch tragende Bauteile zugelassen. Bei absturzgefährdeten Flächen ist deshalb eine tragende Unterkonstruktion mit geeignetem Durchtrittsschutz erforderlich.
Vorschriften und Planung
Vor Beginn der Arbeiten sind sämtliche örtlichen Bauvorschriften sowie die geltenden technischen Regelwerke zu beachten. Dazu gehören beispielsweise:
- Fachregeln 02 BDZ
- Anwendungsempfehlungen für Balkon- und Terrassenbeläge (GD Holz)
Die richtige Unterkonstruktion
Eine fachgerecht ausgeführte Unterkonstruktion bildet die Grundlage jeder langlebigen Bambusterrasse. Sie erfüllt mehrere wichtige Aufgaben:
- sorgt für die notwendige Tragfähigkeit
- gewährleistet eine ausreichende Hinterlüftung
- schützt die Konstruktion dauerhaft vor Feuchtigkeit
- erhöht die Lebensdauer der gesamten Terrasse
Das Fundament.
Vor jeder Terrassenmontage muss zunächst ein tragfähiges Fundament hergestellt werden. Je nach Einbausituation kommen beispielsweise folgende Untergründe infrage:
- Betonplatten
- Betonfundamente
- vorhandene Steinterrassen
- verdichtete Schotterflächen
- Splittbett
- Gelände mit Gefälle
- Rasenflächen (nach entsprechender Vorbereitung)
Die Wahl des richtigen Fundaments entscheidet maßgeblich über die Lebensdauer der gesamten Terrasse.
Lose Untergründe wie Sand oder Kies sind nicht ausreichend tragfähig und müssen entsprechend vorbereitet werden.Wir empfehlen, den Bereich zunächst auszukoffern, anschließend mit Schotter oder Splitt aufzufüllen und sorgfältig zu verdichten. Betonplatten ab einer Größe von 30 × 30 cm eignen sich hervorragend als Auflager für die Unterkonstruktion.
Warum der Untergrund so wichtig ist.
Eine perfekt montierte Unterkonstruktion hilft wenig, wenn sich der Boden darunter nach einigen Monaten absenkt.
Die Folgen können sein:
- einzelne Dielen liegen tiefer,
- die Terrasse beginnt zu wippen,
- das Gefälle verändert sich,
- Wasser sammelt sich,
- Verbindungen werden unnötig belastet.
Deshalb sollte die Vorbereitung des Untergrunds mit derselben Sorgfalt erfolgen wie die spätere Montage der Dielen.
Staunässe vermeiden
Damit die Unterkonstruktion dauerhaft trocken bleibt, muss der Untergrund wasserdurchlässig aufgebaut werden. Ideal ist beispielsweise eine Tragschicht aus Kies oder Schotter mit ausreichendem Gefälle. Niederschlagswasser muss jederzeit schnell abfließen oder vollständig versickern können. Nur so werden Feuchtigkeitsschäden an Unterkonstruktion und Terrassenbelag dauerhaft vermieden.
Wurzelvlies verlegen
Zum Abschluss empfehlen wir das Verlegen eines hochwertigen Wurzelvlieses. Es verhindert zuverlässig den Bewuchs durch Unkraut und reduziert den Pflegeaufwand dauerhaft.
Optionale Montage Möglichkeiten
Allgemeines
Unterkonstruktion nicht dauerhaft auf den Boden legen
Zwischen Untergrund und Bambus-Unterkonstruktion werden geeignete Auflager beziehungsweise Gummipads eingesetzt.
Diese erfüllen gleich mehrere Aufgaben:
- sie entkoppeln die Bambuslatte vom Untergrund,
- unterstützen die Hinterlüftung,
- reduzieren direkten Feuchtekontakt,
- ermöglichen kleinere Höhenkorrekturen.
Unterkonstruktion richtig ausrichten
Die Bambus-Unterkonstruktion verläuft quer zu den Terrassendielen.
Die Terrassendielen selbst werden nach der aktuellen AMBOOO-Montagevorgabe parallel zur Hauswand verlegt. Damit ergibt sich die Richtung der Unterkonstruktion automatisch.
Der Querschnitt der Bambus-Unterkonstruktion von 40x40 mm gewährleistet eine hohe Stabilität und entspricht den gängigen Abmessungen. Diese werden schwimmend, mit Gummi Pads ohne Verankerung auf den Untergrund verlegt.
Die Bambus-Unterkonstruktionslatten sind unbehandelt. Es besteht daher die Möglichkeit, dass sich Stockflecken bilden. Insbesondere wenn die Bambus Unterkonstruktionslatten im Sichtbereich montiert werden, empfehlen wir das Ölen der Unterkonstruktion vor der Montage. Für die Verschraubung empfehlen wir die Verwendung von Edelstahlbits, durch Abrieb der konventionellen Bits können Flecken auf dem Belag entstehen, da diese nicht korrosionsbeständig sind.
Die Montage auf Stelzlager.
Muss eine größere Aufbauhöhe überbrückt oder ein Höhenunterschied ausgeglichen werden, können geeignete Stelzlager verwendet werden. Dabei liegt die Bambus-Unterkonstruktion auf den höhenverstellbaren Lagern.
Die Höhe kann an den einzelnen Auflagepunkten eingestellt werden, sodass:
- die Terrasse ausgerichtet,
- das erforderliche Gefälle hergestellt
- und ein unebener Untergrund ausgeglichen
werden kann.
Bei diesem Aufbau beträgt der Abstand zwischen den Stelzlagern nach aktueller Montagevorgabe maximal ungefähr 50 cm.
Die Bambus-Unterkonstruktion wird über den entsprechenden Adapter des Stelzlagers befestigt.
Die Montage ohne Stelzlager.
Die Bambus-Unterkonstruktion lässt sich auch ohne Stelzlager verwenden. In diesem Fall können Gehwegplatten im Abstand von 50 cm verwendet werden.
Bei dieser Art der Verlegung empfehlen wir den Bau eines Rahmens, um die nötige Stabilität zu erreichen. Eine Queraussteifung ist dann nicht mehr erforderlich. Zudem wird empfohlen die Unterkonstruktion am Boden mit mindestens zwei Punkten zu fixieren.
Ein Durchbohren der Bambus-Unterkonstruktion sollte vermieden werden. Für eine Fixierung können stattdessen geeignete Winkel verwendet werden.
Die Montage auf Balkone - Dachterrassen.
Die AMBOOO Terrassendielen können auch auf Balkonen oder Dachterrassen montiert werden. Bei der Konstruktion müssen Windsoglasten berücksichtigt werden. Orientierungshilfe befinden sich im Eurocode 1: Einwirkung auf Tragwerke nach DIN EN 1991-1-4 oder im BSF-Merkblatt Nr.18 "Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich".
Grundsätzlich müssen Dachterrassen und Balkone durch einen Tragwerksplaner oder einen Statiker berechnet werden. Jeder Montage hat unterschiedliche Leistungsanforderungen, für die das auszuführende Unternehmen verantwortlich ist. Je nach Vorgabe muss mit Auflasten oder Verbindungen zum Boden gearbeitet werden. Die technische Lösung erfolgt durch den Verarbeiter.
Die Beschaffenheit des Bodens hat für eine tragfähige und dauerhaft beständige Terrasse eine hohe Bedeutung und muss im Vorfeld sorgfältig vorbereitet werden. Für eine fachgerecht ausgeführte Terrassenkonstruktion ist ein tragfähiger Untergrund aus Erdreich, Schotter, Splitt ca. 15-20cm, Betonfundamente, alten Steinterrassen oder Bodenplatten Voraussetzung. Split und Untergrund sollten gut verdichtet sein, damit die Terrasse stabil liegen kann und nicht absackt.
Der Abstand der einzelnen Bambuslatten zueinander darf max. 40 cm betragen. Die Bambuslatten werden punktuell mit dem Untergrund verbunden und ein Verrutschen zu verhindern.
Die erste Terrassendiele ist besonders wichtig. Ist sie nicht exakt ausgerichtet, setzt sich der Fehler über die gesamte Fläche fort.
Deshalb sollte vor der Befestigung nochmals kontrolliert werden:
- Verlauf der Hauswand,
- Flucht der Diele,
- Randabstand,
- Position der Unterkonstruktion,
- geplante Abschlusskante.
Wenn Sie sich für die Montage mit dem Startclip entschieden haben, muss zuerst der Startclip mittig auf der Unterkonstruktion geschraubt werden (an einer Hauswand mit 2cm Abstand).
Danach wird die erste Diele auf der Klammer bis zum Anschlag in die seitliche Nut geschoben. Der seitliche Überstand sollte nicht mehr als 3 cm betragen.
Sitzt die erste Diele korrekt, beginnt die eigentliche Flächenmontage.
Zu Beginn der Montage wird der Clip in die Nut der Diele eingeschoben. Die Clips werden entlang der Diele passend zur Unterkonstruktion positioniert.
Im zweiten Schritt wird die nächste Diele aufgelegt und von der anderen Seite an den Clip herangeschoben. Es reicht dabei die Diele handfest an den Clip zu drücken.
Wenn die zweite Diele angedrückt ist, kann die Schraube mit einem Langbit eingedreht werden. Beim Eindrehen muss mit etwas Gegendruck für die zweite Diele gearbeitet werden, um ein Verrutschen zu vermeiden.
Bambusdielen richtig zuschneiden
Hochverdichtete Bambusdielen sind ausgesprochen hart. Für saubere Schnitte sollte deshalb hochwertiges und scharfes Werkzeug eingesetzt werden.
Empfohlen werden beispielsweise:
- hartmetallbestückte Kreissägeblätter,
- geeignete Kapp- oder Handkreissägen,
- Metallbohrer zum Bohren.
Stumpfe Sägeblätter sollten vermieden werden. Sie erzeugen mehr Wärme und können zu unsauberen Schnittkanten führen.
Jede Schnittkante behandeln
Dieser Arbeitsschritt darf nicht vergessen werden. Wird eine Bambusdiele:
- gekürzt,
- längs geschnitten,
- ausgespart
- oder anderweitig bearbeitet,
entsteht eine neue offene Schnittfläche.Diese muss anschließend geschützt werden. Schnittkante mit Bambus-Pflegeöl behandeln und anschließend mit AMBOOO Stirnkantenwachs versiegeln.
Damit soll das Eindringen von Feuchtigkeit über die bearbeitete Kante reduziert werden.
Nut-und-Feder-Verbindung nutzen
Die klassischen AMBOOO Bambusdielen besitzen stirnseitige Nut-und-Feder-Verbindungen. Dadurch können Dielen in Längsrichtung miteinander verbunden werden.
Die Verbindungen sollten sauber und vollständig zusammengeschoben werden. Dadurch entsteht eine gleichmäßige Fortführung der Dielenreihen.
Bei der Montage der letzten Reihe, muss die Unterkonstruktion bei der Montage mit der Endklammer um ca.25 mm zurückspringen. Daher sollte schon bei der Planung die Länge der Unterkonstruktion festgelegt werden. Schieben Sie die Klammer dann in die Nut und verschrauben die Klammer mit der Unterkonstruktion.
Verschrauben Sie jede Anfangs- und Enddiele mit mindestens einer Schraube auf der äußeren Unterkonstruktion. Dass kann direkt oder in der Nut erfolgen. Damit wird ein verrutschen der Diele minimiert.
Wenn Sie den Aufbau verkleiden, berücksichtigen Sie bitte das eine Unterlüftung gewährleistet werden muss. Die Verkleidung sollte nicht auf den Untergrund aufsetzen.
Nach der Installation muss die Oberfläche - zwecks optimalem Witterungsschutz - einer Erstpflege mit dem passenden AMBOOO Bambus Pflegeöl unterzogen werden.
Die Entwässerung - Das Gefälle.
Erforderlich ist ein Gefälle von ca. 2 %. , damit das Wasser sicher vom Haus weg abläuft. Wäre die Terrasse waagerecht oder hätte gar ein Gefälle zum Haus hin, könnte bei starkem Regen das Wasser an die Hauswand, die Terrassentür oder in den Keller laufen und dort teure Feuchtigkeitsschäden verursachen.
Warum ein korrektes Gefälle unverzichtbar ist:
1. Vermeidung von Staunässe
Wenn eine Terrasse ohne ausreichendes Gefälle montiert wird, bleibt Regen- oder Schmelzwasser in Form von Pfützen auf den Dielen länger stehen. Dauerhaft feuchtes Holz oder Bambus ist der ideale Nährboden für holzzersetzende Pilze, Moose, Schimmel und Fäulnis.
2. Erhöhung der Lebensdauer des Terrassendecks
Naturmaterialien vertragen dauerhafte Feuchtigkeit schlecht. Sie können aufquellen, sich verziehen oder schneller verrotten. Durch ein Gefälle fließt das Wasser schneller ab, und die
Terrasse kann nach einem Regenschauer schneller wieder abtrocknen, das erhöht die Haltbarkeit des Terrassendecks, inkl. der Unterkonstruktion. Im Winter kann stehendes Wasser gefrieren und das Material schädigen.
3. Optik und Sauberkeit
Wasser, das in Pfützen stehen bleibt und verdunstet, hinterlässt unschöne Schmutz-, Staub- und Kalkränder. Ein Gefälle sorgt dafür, dass Regenwasser den Schmutz wie bei einer leichten Selbstreinigung direkt von der Terrasse spült.
Fazit: Ein fehlendes Gefälle ist einer der häufigsten Montagefehler bei Terrassen. Wer hier eins der "Grundgesetze" für eine fachgerechte Montage beim Terrassenbau ignoriert, läuft in die Gefahr die Terrasse schon nach wenigen Jahren aufwendig sanieren oder komplett erneuern zu müssen.
Tipp: Für die Entwässerung können Sie unsere Drainagedielen verwendet werden. Andere Lösungen müssen bauseits erfolgen. An Türen oder bodentiefen Fenstern muss mit einer Drainage entwässert werden.
Die Hinterlüftung - Abstände.
Bambusdielen dürfen nicht direkt gegen Mauern, Hauswände oder andere feststehende Bauteile montiert werden.
Der zwingend erforderliche Abstand zwischen den Terrassendielen und allen feststehenden Bauteilen (Rasen, Steinen, Hauswänden, Gartenmauern, Säulen, Treppenstufen oder an das Erdreich) ist unbedingt einzuhalten. Das ist eine weitere absolut wichtige Vorgabe für eine Sach- und Fachgerechte Montage.
Warum ein ausreichender Abstand (ca.2 cm) unverzichtbar ist:
- Das Quellen und Schwinden – das „Arbeiten“
Der erforderliche Abstand dient den konstruktiven Holzschutz und ermöglicht es dem Naturprodukt Bambus aus Feuchtigkeit und Temperaturen zu reagieren. Bambus ist ein hygroskopisches Material. Bei Regen und hoher Luftfeuchtigkeit nehmen die Bambusfasern Feuchtigkeit auf und die Bambusdiele dehnt sich aus, das s.g. Quellen, und bei Sonne und Trockenheit, gibt das Material Feuchtigkeit ab, und die Diele zieht es sich wieder zusammen das s.g. Schwinden.
Wenn die Dielen jetzt so montiert werden das diese keinen Platz zum Ausdehnen haben, entstehen Kräfte die sich dann in der Fläche abbauen. Die sichtbaren Folgen:
Dielen wölben sich.
Dielen splittern verstärkt.
Dielen verklemmen sich bei der Ausdehnung.
Befestigungen können gelockert werden oder abreißen.
- Die Hinterlüftung und Trocknung
Für eine lange Haltbarkeit müssen die Dielen schnell trockenen können. Neben dem Gefälle ist eine ausreichende Hinterlüftung zwingend erforderlich. Ein Abstand sorgt dafür das eine gute Luftzirkulation das gesamte Deck von unten umströmt. Dadurch trocknen die Dielen besser ab und bleiben länger haltbar. Wenn die Bambusdielen nun z.B. direkt an einer Wand anliegen, staut sich dort die feuchte Luft. An dieser Kontaktstelle bleibt der Bambus dauerhaft feucht, was zu Schimmel, Pilzbefall und Fäulnis führen kann. Außerdem kann die Feuchtigkeit, durch den sogenannten Kapillareffekt vom nassen Bambusholz in die Wand ziehen und umgekehrt. Das kann zu unschönen Wasserflecken, abplatzendem Putz, beschädigter Isolierung oder sogar zu Schimmel im Mauerwerk führen.
- Wasserablauf verbessern – Vermeidung von Schmutzansammlungen
Auf einer Terrasse sammeln sich immer Verunreinigugnen wie Staub, Polllen oder Laub. Wenn es keinen oder nur einen winzigen Spalt z.B zu einer Hauswand gibt, setzt sich dieser Schmutz genau dort in der Ritze fest. Zusammen mit Regenwasser entsteht so ein Bereich der niemals richtig austrocknet. Ein ausreichend großer Abstand hilft, Staunässe und Schmutzansammlungen zu vermeiden.
Auch entkoppelt der Abstand die Terrasse akustisch vom Haus (Schallbrücken).
Zusätzlich muss darauf geachtet werden, dass eine Terrasse von den Seiten aus hinterlüftet werden kann. Die Hinterlüftung kann durch Aufständern in Kombination mit Lufteinlässen wie Drainagen, Gittern oder anderen konstruktiven Lösungen gewährleistet werden. Bei Dachterrassen ist ein Mindestabstand von 2cm zur Attika zwingend einzuhalten. Die 2cm gelten auch für den Abstand zum Rasen, Rasenkantensteinen, Gebäudewänden und alle anderen fest montierten Bauteile / Bauwerke. Sollte die Attika mehr als 10cm über die Terrasse hinausragen, ist eine zusätzliche Belüftung durch Drainagen o.ä. zu gewährleisten. Ein komplettes Verschließen der Unterkonstruktion ist nicht zulässig. Staunässe und eine fehlende Hinterlüftung können zu irreparablen Schäden an den Bambusdielen führen.
Fazit: Der Abstand zu feststehenden Bauteilen und das sicherstellen das der Aufbau des Terrassendecks, von den Seiten auf belüftet wird, verhindert Spannungen, Feuchteschäden und Verformungen und sorgt dafür, dass die Terrasse dauerhaft funktionsfähig bleibt. Irreparabel Schäden an den Dielen sind anderenfalls nahezu unvermeidbar.
Bei dem nachfolgenden Beispiel wurde das Thema Hinterlüftung zu 100% ignoriert. Der Aufbau der Terrasse ist von allen vier Seiten hermetisch abgeriegelt. Die Folge die Dielen sind von unten dauerhaft Feucht, verformen sich und werden irreparabel beschädigt.
Die Checkliste nach der Montage als PDF-Download
Checkliste nach der Montage
Mit dieser Checkliste kannst du die fertige Bambusterrasse nach Abschluss der Verlegung noch einmal systematisch kontrollieren.
1. Endkontrolle der Fläche
- Ist die gesamte Terrassenfläche sauber, eben und ohne auffällige Höhenversätze?
- Ist die erste und letzte Dielenreihe sauber ausgerichtet und sicher befestigt?
- Sind alle Dielen gleichmäßig verlegt und ist das Fugenbild stimmig?
- Wurden Montageabfälle, Metallspäne, Bohrreste und Verpackungsmaterial vollständig entfernt?
- Gibt es keine scharfkantigen Stellen, überstehenden Schrauben oder hervorstehenden Befestigungsteile?
2. Fugen, Abstände und Bewegungsraum
- Sind die vorgesehenen Fugen zwischen den Dielen frei und gleichmäßig?
- Sind zu Hauswänden, Mauern, Attiken, Stufen und anderen festen Bauteilen ca. 2 cm Abstand vorhanden?
- Sind die Dielen an keiner Stelle zwischen festen Bauteilen eingeklemmt?
- Ist der zulässige Dielenüberstand an den Randbereichen eingehalten?
- Bei Closed Deck: Ist die schmale Fuge frei und der Wasserablauf weiterhin gewährleistet?
3. Wasserablauf und Hinterlüftung
- Ist das geplante Gefälle von ca. 2 % tatsächlich vorhanden und vom Gebäude weg ausgerichtet?
- Kann Regen- und Reinigungswasser vollständig ablaufen?
- Gibt es keine Bereiche, in denen sich dauerhaft Wasser sammelt?
- Sind Drainagen, Entwässerungsrinnen und Abläufe frei zugänglich und sauber?
- Ist die seitliche Hinterlüftung der Unterkonstruktion gewährleistet?
- Sind Randverkleidungen so ausgeführt, dass die Luftzirkulation nicht vollständig blockiert wird?
4. Unterkonstruktion und Befestigung
- Sind alle Clips, Schrauben und Befestigungspunkte vollständig montiert?
- Sitzen die Dielen fest, ohne unnötig starr eingespannt zu sein?
- Sind keine lockeren oder klappernden Dielen vorhanden?
- Ist die Unterkonstruktion stabil und frei von sichtbaren Setzungen oder Verformungen?
- Bei Balkon oder Dachterrasse: Sind Revisionsöffnungen, Abläufe und technische Bereiche weiterhin zugänglich?
5. Zuschnitte und Schnittkanten
- Wurden alle zugeschnittenen Dielen auf saubere Schnittflächen kontrolliert?
- Wurden die Schnittkanten unmittelbar gemäß Systemvorgabe behandelt?
- Sind Ausklinkungen an Pfosten, Mauern oder anderen Bauteilen sauber ausgeführt?
- Ist auch an Zuschnitten genügend Bewegungsabstand zu festen Bauteilen vorhanden?
6. Oberfläche und Erstpflege
- Ist die Oberfläche vor der Erstpflege vollständig sauber und trocken?
- Wurden Verschmutzungen, Staub und Montagereste vor dem Ölen entfernt?
- Wurde die vorgesehene Erstpflege mit geeignetem Bambus-Pflegeöl durchgeführt?
- Wurde das Pflegeöl dünn und gleichmäßig aufgetragen?
- Wurden überschüssige Ölreste rechtzeitig entfernt?
- Wurde die erforderliche Trocknungszeit eingehalten, bevor die Terrasse normal genutzt wird?
7. Abschließende Kontrolle und zukünftige Pflege
- Wurde die fertige Terrasse nach der Erstpflege noch einmal vollständig kontrolliert?
- Wurden Fotos der fertigen Konstruktion und wichtiger Detailpunkte dokumentiert?
- Sind Montageanleitung, Pflegehinweise und Produktinformationen für später aufbewahrt?
- Ist der erste reguläre Pflege- und Reinigungstermin vorgemerkt?
- Ist bekannt, dass Laub, Grünbelag und dauerhaft feuchte Ablagerungen regelmäßig entfernt werden sollten?
1. Wasser weg
Gefälle und Entwässerung kontrollieren.
2. Luft darunter
Hinterlüftung dauerhaft freihalten.
3. Schnittkanten schützen
Alle Zuschnitte unmittelbar systemgerecht behandeln.
4. Erstpflege durchführen
Nur auf sauberer und vollständig trockener Oberfläche pflegen.
